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Zu Hause

Tipps für zuhause

Um das Ansteckungsrisiko zu mindern, empfehlen wir allen Patienten, zuhause zu bleiben, wenn sie gerade keine Dialyse haben. In diesen Zeiten der häuslichen Isolation ist es wichtig, sich körperlich und geistig zu beschäftigen.

Behalten Sie Ihre üblichen Gewohnheiten bei, aber verzichten Sie auf Aktivitäten ausser Haus. Suchen Sie sich stattdessen eine sinnvolle Aktivität im Haus, in der Wohnung, im Garten oder auf dem Balkon, um sich zu beschäftigen und ein Erfolgserlebnis zu verbuchen. Es gibt bestimmt viel zu tun: den Keller aufräumen, Fotoalben fertigstellen, Gartenarbeit oder Basteln. Jetzt ist der perfekte Moment, um ein neues Hobby zu beginnen. Zur Entspannung können Sie auch spannende Bücher lesen oder Kreuzworträtsel lösen.

Nutzen Sie auch aktiv soziale Netzwerke, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. Mobilisieren Sie Ihr soziales Umfeld und leisten Sie sich gegenseitig Gesellschaft und Unterstützung aus der Entfernung, indem Sie regelmässig telefonieren und Erfahrungen und Gefühle austauschen Führen Sie so oft wie möglich ein gutes Gespräch, um den Wegfall direkter Kontakte auszugleichen.

Körperliche Betätigung zuhause

Halten Sie sich auch während der Beschränkungen aufgrund des Coronavirus und der häuslichen Isolation fit. Es wird empfohlen, sich ein häusliches Training von 20 Minuten am Tag anzugewöhnen.

Einfache Übungen und Gymnastik wirken sich positiv auf Ihren Allgemeinzustand aus, beispielsweise durch eine verbesserte Verdauung und einen verbesserten Schlaf, einen niedrigeren Cholesterinspiegel und ein reduziertes Risiko für Herzerkrankungen.

Mässige körperliche Betätigung stärkt das Abwehrsystem. Hochintensives Training kann jedoch die Immunabwehr unterdrücken, besonders wenn Sie nicht regelmässig trainieren. Die Auswirkungen von Sport auf die Immunreaktion auf eine Coronavirus-Infektion sind nicht wissenschaftlich belegt. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt, welche sportlichen Aktivitäten am besten für Sie geeignet sind, bevor Sie damit beginnen.

Einige Ideen für körperliche Betätigung:

  • In der Wohnung, im Haus oder im Garten umhergehen oder auf der Stelle joggen
  • Treppen auf- und absteigen
  • Strecken und Gymnastik, wie z. B. Beine heben, Fahrrad fahren mit den Armen und dem Oberkörper

Wenn Sie Symptome verspüren (Fieber, Husten, Atemnot), stellen Sie die körperliche Betätigung ein und verständigen Sie eine medizinische Fachkraft.

Ernährungs- und Einkaufstipps

Bleiben Sie bei Ihrer Ernährung standhaft.

Aufgrund der Vorbeugemassnahmen gegen das Coronavirus in Dialysezentren können sich Ihre Behandlungsgewohnheiten ändern. Daher ist es gerade jetzt äusserst wichtig, dass Sie bei Ihrer Ernährung standhaft bleiben und besonders auf Ihre Flüssigkeits-, Kalium- und Phosphoraufnahme achten. Einige Empfehlungen für Ihre Ernährung zuhause:

 

Einkaufstipps

Gehen Sie wenn möglich nicht selbst einkaufen, um Ihr Infektionsrisiko zu senken. Bitten Sie Familie oder Freunde um Hilfe oder suchen Sie sich einen Lieferdienst. Vernachlässigen Sie Ihre Ernährung nicht und befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes oder Ernährungsberaters. Es gibt jedoch einige Punkte, die zu beachten sind:

  • Planen Sie sorgfältig und schreiben Sie eine Einkaufsliste, damit Sie nichts vergessen
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Vorräte für 14 Tage ausreichen
  • Kaufen Sie lange haltbare Lebensmittel oder Konserven, meiden Sie aber verarbeitete Lebensmittel
  • Seien Sie vorsichtig bei lange haltbaren Produkten wie Bohnen oder Erbsen, da sie reich an Phosphor und Kalium sind. Verzehren Sie diese nur in moderaten Mengen und nicht während längerer Zeiträume bis zur nächsten Behandlung

Wenn Sie sich Lebensmittel nach Hause liefern lassen, sollten Sie direkten Kontakt mit dem Lieferanten möglichst vermeiden. Halten Sie ausreichend Abstand und meiden Sie Begrüssungen mit direktem Kontakt. Wenn Ihre Lebensmittel geliefert wurden, nehmen Sie sie aus der Verpackung und entsorgen Sie diese. Waschen Sie sich die Hände für mindestens 20 Sekunden mit Seife und Wasser, bevor Sie Ihre Lebensmittel berühren

 

Empfehlungen für Ihre Einkaufsliste

  • Gemüse: sowohl roh als auch gefroren kaufen
  • Kohlenhydrate: Reis, Nudeln, Brot (zum Einfrieren) sollten auf Ihrem Einkaufszettel nicht fehlen
  • Fleisch und Fisch: Wenn Sie Fleisch und Fisch frisch kaufen, frieren Sie eine Portion ein und verzehren Sie den Rest über mehrere Tage
  • Obst: ist verderblich, kaufen Sie frisches (und unreifes) Obst, meiden Sie Obst mit hoher Kaliumkonzentration wie Bananen oder Kiwis, horten Sie Obstkonserven (immer im eigenen Saft, meiden Sie Sirup)
  • Eier: sollten in Ihrer Speisekammer nicht fehlen, bei Aufbewahrung im Kühlschrank sind sie länger haltbar
  • Milchprodukte: Kaufen Sie H-Milch. Bei Milchprodukten ist gereifter Käse die beste Wahl.

 

Umgang mit Lebensmitteln

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, wonach Lebensmittel eine Übertragungsquelle des Coronavirus sein könnten (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EBL). Sie können weiter wie gewohnt dieselben nierenfreundlichen Lebensmittel wie bisher kaufen.

  • Dennoch empfehlen wir Ihnen, streng auf Hygiene zu achten, besonders beim Umgang mit Rohkost
  • Waschen Sie Ihre Lebensmittel, Hände, Küchenflächen und Utensilien wie Messer und Schneidebretter während der Essenszubereitung gründlich mit heissem Wasser und Seife
  • Verwenden Sie unterschiedliche Utensilien (z. B. Messer) und Schneidebretter für rohe und gekochte Speisen
  • Das Kochen oder Erhitzen von Speisen kann eine zusätzliche Sicherheitsmassnahme sein, da das Virus hitzeempfindlich ist
  • Lagern Sie frische und verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank, damit sie länger haltbar bleiben
  • Nutzen Sie Ihr Gefrierfach

Klicken Sie hier um noch einen Blick auf die Online-Materialien von NephroCare zum Thema Ernährung zu werfen. Dort finden Sie nützliche Informationen und Rezepte.

Umgang mit Gefühlen

Im Zustand der häuslichen Isolation können gemischte oder negative Gefühle vorkommen. Es ist wichtig, dass Sie auf negative Gefühle wie Stress, Einsamkeit, Frust oder Angst achten. Ihre psychische Gesundheit ist äusserst wichtig für Ihr allgemeines Wohlbefinden, also gehen Sie mit Ihren Gefühlen richtig um:

  • Halten Sie sich mit häuslichen Aktivitäten geistig beschäftigt, anstatt zu viel nachzudenken
  • Bleiben Sie konzentriert und achten Sie auf Ihre psychische und körperliche Gesundheit
  • Sehen Sie Chancen, wo andere Probleme sehen
  • Bleiben Sie stets optimistisch und bewahren Sie eine positive Einstellung
  • Bringen Sie auch bei Gesprächen mit anderen Ihre positive Einstellung zum Ausdruck
  • Halten Sie über Telefon oder digitale Kommunikationskanäle Kontakt mit Familie und Freunden
  • Filtern Sie die Informationen, die Sie aufnehmen, nach Quantität und Qualität
  • Glauben Sie keinen Informationen, die nicht von den lokalen Gesundheitsbehörden geprüft wurden, und verbreiten Sie diese nicht weiter

Achten Sie darauf, nicht zu viel zu essen oder zu trinken, weil Sie emotionalen Hunger oder Heisshunger verspüren.

Lassen Sie sich von Ihren Gefühlen nicht austricksen und unterscheiden Sie zwischen echtem physischem Hunger und emotionalem Hunger. Essen Sie nur, wenn Sie Hunger haben und Ihr Körper Nahrung braucht, und hören Sie auf zu essen, wenn Sie satt sind.

Wenn Sie von Ihren negativen Gefühlen übermannt werden oder Sie nicht mehr mit Ihren Emotionen fertig werden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

Wenn Sie mit jemandem in einem Haushalt zusammenleben, der Symptome zeigt

  • Bleiben Sie zuhause und behalten Sie Ihre Symptome im Blick
  • Informieren Sie Ihr Klinikteam und Ihr örtliches Gesundheitsamt
  • Waschen oder desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände (> 20 Sek.)
  • Personen mit Symptomen sollten sich so viel wie möglich in getrennten Räumen aufhalten, Mundschutz tragen und idealerweise auch eine separate Toilette benutzen
  • Reinigen Sie alle Oberflächen regelmäßig mit Haushaltsreiniger und teilen Sie keine persönlichen Gegenstände wie Geschirr, Handtücher oder Bettzeug mit anderen

Tipps für die häusliche Isolation

  • Verbringen Sie die Isolation wenn möglich in einem speziellen, gut belüfteten Zimmer
  • So soll der Kontakt zwischen Menschen auf ein Minimum reduziert und die Kontamination der Haushaltsoberflächen eingedämmt werden
  • Stehen mehrere Toiletten zur Verfügung, muss eine für den Patienten reserviert sein
  • Wird eine Toilette gemeinsam benutzt, müssen strikte Hygienemassnahmen getroffen werden
  • Halten Sie einen Sicherheitsabstand von >2 Metern ein
  • Jeglicher Kontakt mit anfälligen Personen ist zu vermeiden (Schwangere, chronisch Kranke, Ältere usw.).
  • Bestimmte Oberflächen sind häufige Kontaminationsquellen und müssen regelmässig desinfiziert werden (Smartphones, Türklinken, Fenstergriffe usw.)

Wäsche und Bettzeug

  • Wo immer möglich, sollte der Patient diese Handlungen selbst vornehmen
  • Schütteln Sie Ihre Wäsche und Ihr Bettzeug nicht auf
  • Bringen Sie Ihre Wäsche und Ihr Bettzeug direkt zur Waschmaschine, ohne sie unterwegs irgendwo abzustellen
  • Waschen Sie das Bettzeug eines Coronavirus-Patienten in der Waschmaschine für mindestens 30 Minuten bei 60 Grad (oder der heissesten Temperatur, die der Stoff verträgt)

Anleitung für die Bodenreinigung

  • Verwenden Sie keine Staubsauger, die Aerosole erzeugen
  • Reinigen Sie Böden und Oberflächen am besten mit einem Einwegreinigungstuch, das Sie mit einem Reinigungsmittel getränkt haben, waschen Sie sie mit einem anderen Einwegreinigungstuch mit sauberem Wasser ab und lassen Sie sie trocknen
  • Wiederverwendbare Tücher waschen Sie bitte in der Waschmaschine für mindestens 30 Minuten bei 60 Grad (oder der heissesten Temperatur, die der Stoff verträgt)
  • Desinfizieren Sie anschliessend Böden und Oberflächen mit einer verdünnten Lösung mit 0,5 % aktivem Chlor (1 Liter 2,6 % Bleiche + 4 l Wasser)